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Neujahrsvorsätze

Planung vs. Realität und wie uns das Beitreten in eine Trainingsgruppe dabei hilft, unsere Ziele zu erreichen

Für diejenigen unter uns, die regelmäßig ins Fitnessstudio gehen, ist es ein gewohnter Anblick: kurz nach Neujahr sind Fitnessstudios total überfüllt, alle Geräte sind belegt und man trifft viele neue Gesichter. An sich nicht schlecht, da wir in Deutschland durchaus ein Übergewichtsproblem haben, doch leider ist es auch so, dass man nach 3 Monaten 90% der neuen Studiomitglieder nicht mehr antrifft. Für die Studios ist das natürlich ein Supergeschäft, wenn die zu meist anfangs sehr motivierten Neukunden direkt einen Zweijahresvertrag abschließen, jedoch kurz darauf nicht mehr kommen. Doch für diese Leute ist es natürlich ärgerlich. Mehr Sport zu treiben ist Jahr für Jahr Platz 1 auf der Liste der Neujahrsvorsätze, doch leider wird dieser Vorsatz auch nur selten eingehalten. Man muss natürlich die Gründe erforschen.

Kurz vor Weihnachten bemerkt man, dass man über die Adventszeit einen gewissen Winterspeck angelegt hat. Diesen will man so schnell wie möglich wieder loswerden, doch man braucht einen besonderen Anschub, einen gewissen Startpunkt; kein Termin eignet sich da besser als der erste Tag des neuen Jahres. Das Ziel: innerhalb von einem Jahr zum Traumkörper. Nun ist jener Tag gekommen, und man merkt, dass nicht alles so läuft wie geplant. Der Körper schmerzt noch tagelang nach den ersten Trainingseinheiten, man fühlt sich schlapp, und trotz aller Anstrengung sind nach gewisser Zeit immer noch kaum Erfolge zu sehen. Natürlich ist das ein harter und langer Weg, doch viele scheinen dies verdrängt zu haben. Nichts spornt mehr an als Erfolge, sei es Kraftaufbau oder Fettverlust. Wenn man dann jedoch nur unregelmäßig trainiert und sich weiterhin völlig fehlernährt, ist es kein Wunder, dass die Erfolge ausbleiben. Das schadet der Motivation, man erkennt keinen Sinn dabei, sich aufgrund ausbleibender Erfolge weiterhin so quälen zu müssen und beschließt kurzerhand, die Trainingseinheiten abzubrechen.

Wichtig ist: man darf nicht zu viel erwarten! Wenn man eher vorsichtiger an die Sache herangeht und sich klar macht, dass erst nach einigen Wochen harter Arbeit Ergebnisse zu sehen sind, verliert man auch nicht allzu schnell die Motivation. Die falsche Erwartungsweise führt zu den meisten Abbrüchen jedes Jahr. Ebenso ist es falsch zu erwarten, dass Kraftsport nicht allzu anstrengend ist. Nur mit intensivem Training kommt man zu Erfolgen, somit soll man auch mit harten Trainingseinheiten rechnen.

Nichts geht über die Motivation. Je mehr Motivation man hat, desto eher und lieber geht man trainieren. Erfolge erhöhen diese Motivation, doch es gibt auch andere Faktoren, wie zum Beispiel das Training mit einem Trainingspartner oder sogar ganzen Trainingsgruppen. Bei Trainingspartnern will man sich selbst und auch dem Partner beweisen, wie zielstrebig man ist. Somit pusht alleine schon die gegenseitige Anwesenheit die Motivation deutlich. Mit einem Partner wird es beim Training auch nie langweilig, doch das Trainieren mit Partnern ist ebenfalls gut, um die eigenen Grenzen zu testen. Denn Partner achten auf die Ausführungen der Übungen und helfen bei Sätzen, in denen man keine Kraft mehr hat. Somit schafft man mehr Wiederholungen als alleine und die Muskeln werden mehr ausgereizt. Inklusive der Zusatzmotivation, die alleine durch die Anwesenheit des Partners besteht, durchbricht man schnell seine eigenen Grenzen und verbessert sich im großen Maße, was zu schnelleren Erfolgen führt. Somit ist es ratsam, besonders am Anfang mit guten Vorsätzen für das neue Jahr mit einem Trainingspartner oder mit einer Gruppe das Training gemeinsam zu beginnen.

Ps. Welches wird dein Lied 2017?